Verleihung des Karl Rinner Preises 2015

Die Verleihung des Karl Rinner Preises 2015 an Dr. Philipp Berglez fand am 25. Oktober 2016 im Rahmen einer öffentlichen Festsitzung der Österreichischen Geodätischen Kommission im Ferdinand Eidherr Saal des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen, Wien, statt.

Nach der von Univ.Prof. Hofmann-Wellenhof gehaltenen Laudatio wurde die Karl Rinner Preis Urkunde vom Präsidenten der ÖGK, Univ.Prof. Pfeifer und der von der Bundessektion Ingenieurkonsulenten der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten gesponserte Preisscheck von Dr. Helm überreicht.
Im Anschluss an die Preisverleihung hielt Dr. Berglez seinen Festvortrag: GNSS Sicherheit – Chancen und Risiken.

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Zusammenfassung der ausgezeichneten Publikation:

Verwundbarkeit von GNSS – Eine Chance für Galileo (GNSS Interferenz Monitoring)

Die Präsentation geht einleitend auf den Status und die aktuellen Probleme des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo ein, sowie darüber hinaus auf den weiteren Aufbau von Galileo, welcher mit dem Jahr 2020 abgeschlossen werden soll. Dann wird die volle Konstellation mit 24 Satelliten, 6 Reservesatelliten und dem Commercial Service erreicht werden. Der Einsatz von Satellitennavigation und davon abgeleitete Anwendungen ist heute weltweit gegeben und in vielen Bereichen von hoher wirtschaftlicher und strategische Bedeutung: Transportsysteme, Kommunikationssysteme, Energieversorgung, Banktransaktionen, … Damit einher geht auch die Anforderung, dass Navigationssysteme einwandfrei funktionieren und auch nicht durch externe Einflussnahme gestört werden, was aber nicht zutrifft, wie anhand von Beispielen in der Präsentation gezeigt wird. In weiterer Folge wird der Vorteil der Galileo Signalstruktur gegenüber den GPS Signalen herausgearbeitet, speziell des PRS Signals, welches äußerst resistent gegenüber Jamming und Spoofing ist. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt in der Beschreibung des GNSS Interferenz Monitoring (IM) Konzepts unter Verwendung von “Differential received signal strength”. Die bisherigen Simulationen haben ergeben, dass die Lokalisierung eine GNSS Jammers, unabhängig von dessen Ausgangsleistung möglich ist. Die erreichbaren Genauigkeiten bei der Detektion des Jammers hängen von der Geometrie der IM-Module und dem Jammer ab. In weiteren Schritten wird das Konzept unter realen Bedingung getestet werden.